Was der Rechner da macht
Der TI-Nspire CX II-T CAS unterscheidet Variablennamen und Funktionsnamen nicht. Ein Buchstabe kann beides sein, und was gemeint ist, entscheidet der Rechner an der Schreibweise.
Folgt auf einen Buchstaben direkt eine Klammer, ist das für ihn eindeutig ein Funktionsaufruf. Genauso, wie f(2) den Funktionswert von f an der Stelle 2 bedeutet, bedeutet a(x+1) für ihn den Funktionswert von a an der Stelle x+1. Dass du eigentlich a mal (x+1) meinst, kann er nicht wissen.
Und genau hier kommt die Meldung “Fehler: Name verweist nicht auf Funktion” her. Wenn in a schon eine Zahl steht, ist a eine Variable und keine Funktion. Der Rechner sagt dir also wörtlich, was los ist: Der Name verweist nicht auf eine Funktion.
Die Lösung
Schreib das Malzeichen hin. Aus a(x+1) wird a*(x+1), und die Sache ist erledigt.
Das klingt banal, aber im Matheunterricht lässt man den Malpunkt seit Jahren weg, und genau diese Gewohnheit bringt dich hier zu Fall. Auf Papier ist a(x+1) eindeutig, auf dem Rechner nicht.
Dasselbe passiert zwischen zwei Buchstaben. Wer xy schreibt und x mal y meint, bekommt ebenfalls Ärger, denn für den Rechner ist xy ein einziger Variablenname mit zwei Buchstaben. Auch hier hilft nur das Malzeichen.
Wenn in dem Buchstaben nichts steht
Dann meldet der Rechner gar nichts. Er gibt den Ausdruck einfach zurück, so wie du ihn eingetippt hast, und rechnet symbolisch weiter. Das ist tückischer als die Fehlermeldung, weil du nichts merkst und das Ergebnis trotzdem nicht das ist, was du wolltest.
Wenn eine Rechnung unerklärlich stehen bleibt, statt ein Ergebnis zu liefern, lohnt der Blick auf die Malzeichen.